Altern – eine Entzündung?

Das „Entzündungsaltern“ (engl. inflammaging) bezeichnet die vermehrte Ausschüttung von proinflammatorischen Zytokinen (Botenstoffe), damit verbunden sind chronische Erkrankungen bei älteren Menschen.

Chronisch niederschwellige Entzündungsprozesse stellen einen wichtigen Faktor für eine Vielzahl von altersbedingten Erkrankungen dar. So gilt inzwischen die Arteriosklerose nicht mehr in erster Linie als Folge einer Fettstoffwechselstörung, sondern als chronische Entzündung der Gefäßwand.

Auch für die Entstehung anderer Erkrankungen von Altersdemenz über Diabetes Mellitus II bis hin zu Krebs scheinen Entzündungsprozesse eine Schlüsselrolle zu spielen. Die wohl bekanntesten altersassoziierten Erkrankungen mit inflammatorischer Pathogenese sind:

• Gastritis (Magenschleimhautentzündung)
• Gastroenteritis (Magen-Darm-Entzündung)
• Dermatitis (Entzündung der Haut)
• Arthritis (Entzündung der Gelenke)
• Myokarditis (Herz-Muskel-Entzündung)
• Pneumonie (Lungenentzündung)