Alzheimer Demenz

Wenn Pathologen bei einer Obduktion das Gehirn eines Alzheimer-Patienten untersuchen, so finden sie dieses in einem deutlich geschrumpften Zustand vor. Bei der mikroskopischen Untersuchung fallen darüber hinaus sehr charakteristische Strukturen auf, die als Beta-Amyloid-Plaques bezeichnet werden. Im weitesten Sinne handelt es sich hierbei um Abfallhaufen von Proteinresten.

Amyloid ist ein Eiweißmolekül, das in der Wand von Nervenzellen vorkommt. Solche Eiweiße werden im Körper abgebaut, in dem sie von Enzymen in kleinere Einheiten gespalten werden. Bei der Alzheimer-Erkrankung findet diese Spaltung an der falschen Stelle statt. Die Folge sind Spaltprodukte, die der Körper offensichtlich nicht mehr richtig erkennt und daher auch nicht abtransportiert.

Reveratrol-gegen-Alzheimer-DemenzTransp


Die Proteinabfälle reichern sich zu kleineren „Müllhäufen“ an (den Beta-Amyloid-Plaques), die schließlich zu Grabsteinen unseres Gedächtnisses werden. Die beste Therapie des Morbus Alzheimer bestünde also darin, genau diesen Prozess der falschen Eiweißspaltung zu verhindern. Im November 2005 veröffentlichte eine Wissenschaftlergruppe um Philippe Marambaud vom Research Centre of the Study of Alzheimer Desease and Memory Disorders in New York eine bahnbrechende Studie.

Die New Yorker Forscher hatten Zellkulturen, die menschliches Betaamyloid produzieren, mit Resveratrol versetzt und anschließend die Konzentration der Proteinbruchstücke innerhalb und außerhalb der Zelle gemessen. Das Resultat: Die mit Resveratrol getränkten Zellen zeigten deutlich geringere Amyloidwerte auf als die unbehandelten.

Resveratrol greift also ganz gezielt in den eigentlichen Mechanismus dieser Krankheitsentstehung ein. Neben seiner antioxidativen und antiinflammatorischen Wirkung hat Resveratrol also auch einen „antiamyloidogenen“ Effekt.

Wer also auch im Alter noch klar denken will, sollte seinem Denkorgan frühzeitig mit dem hierfür benötigtem Resveratrol etwas Gutes tun.