Resveratrol

“Wein ist unter den Getränken das Nützlichste, untern den Arzneien das Schmackhafteste,
unter den Nahrungsmitteln das Angenehmste.“
(Plutarch
)

Wein als Kulturgut ist so alt wie die zivilisierte Menschheit, Wein als Heilmittel ist so alt wie die Medizin. Der Erste, der den Wein in seiner reinen Form in der Medizin verwendete, war Hippokrates, der Urvater aller Ärzte. Er empfahl die Gabe von Rotwein als Beruhigungs-, Schmerz- und Schlafmittel, zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und als Stärkungsmittel für Genesende. 

Auch als äußerlich wirksames Mittel wurde Wein verwendet, vor allem zur oberflächlichen Wundbehandlung. Lange bevor die moderne Mikrobiologie Bakterien und andere Kleinsterreger als Ursache für Wundinfektionen entdeckte, nutzte die antike Medizin die Wirkung des Rotweins als entzündungshemmende Maßnahme.


Die Edle europäische Weinrebe enthält eine
hohe Konzentration an Resveratrol

Resveratrol ist eine Phytosubstanz (Phyton, griechisch = Pflanze) mit antioxidativen Eigenschaften, die zu den Polyphenolen (=sekundäre Pflanzenstoffen) zählt. Resveratrol findet sich in Pflanzen und pflanzlichen Lebensmitteln wie zum Beispiel Himbeeren, Brombeeren, Maulbeeren, Pflaumen, Erdnüssen oder dem Japanischen Staudenknöterrich.

Im Jahre 1976 gelang erstmals der Nachweis von Resveratrol in roten Weintrauben, die eine wesentlich höhere Menge an Resveratrol enthalten. Es befindet sich vor allem in der Haut der Weintrauben, den Kernen, Stielen sowie den Reben und Wurzeln des Weinstocks.

Juvitalis Resveratrol Complex

Resveratrol ist ein in Alkohol und Ölen gut und in Wasser gering löslicher Feststoff. Dies erklärt, warum es in Rotwein in größeren Mengen als in Traubensaft enthalten ist. Hierbei spielt der Fermentierungsprozess des Weins eine Rolle, an dem die Traubenhaut länger beteiligt ist.

Nutzen von Resveratrol

Resveratrol wird in der Weinrebe als Stress-Metabolit bei erhöhter Belastung gebildet und ist sozusagen das körpereigene Immun-Abwehrsystem der Pflanze. Belastende Faktoren sind hohe Ozonbildung, UV-Strahlung, Insekten- und Schimmelpilzbefall, Infektionen und Schadstoffeinflüsse.

Seine antioxidativen Wirkungen entfaltet Resveratrol auch beim Menschen. Es unterstützt besonders das Herz-Kreislauf-System und den Fettstoffwechsel, kann beispielsweise Arteriosklerose und Herzinfarkt auf verschiedene Weisen vorbeugen. Zudem stärkt es durch die Neutralisierung freier Radikale das Immunsystem, wodurch auch die Faltenbildung der Haut vermindert wird.

Eine besonders wichtige Funktion hat Resveratrol im Immunsystem. Es wirkt anti-entzündlich, hemmt diverse Pilze sowie Herpes-Viren und hat anti-mutagene und anti-kanzerogene Potentiale. Dies kann der Bildung von Krebszellen, speziell bei Brustkrebs, vorbeugen und auch die Verbreitung der Krebszellen hemmen.

Resveratrol erleichtert das Absterben von Krebszellen, weil es hemmend auf ein für das Überleben der Krebszellen entscheidendes Protein einwirkt.  Dadurch kann die sog. Apoptose, die geplante natürliche Selbstzerstörung der Zelle, wieder wirksam sein.

So ist vermutlich auch das „Französische Paradox“ durch die Wirkung von Resveratrol zu erklären…

Rotwein 

Das Französische Paradox

Die ältesten und gesündesten Menschen finden wir in Ländern, in denen viel Rotwein getrunken wird und dass selbst dann, wenn dort fettreich gegessen, viel geraucht und wenig Sport getrieben wird.

Weil Frankreich zu diesen rotweinliebenden Nationen gehört, wurde dieses Phänomen, das bereits 1819 vom irischen Arzt Samuel Black beobachtet wurde, 1992 von Dr. Serge Renaud, einem Forscher an der Universität in Bordeaux, als „Französisches Paradox“ geprägt.

Es wurde beobachtet, dass Franzosen trotz des regelmäßigen Alkoholkonsums (Rotwein) länger leben als Deutsche oder auch Amerikaner, wobei die Cholesterinwerte der Franzosen im Vergleich zu anderen Ländern ähnlich waren.

Juvitalis Resveratrol Complex Rotwein Antioxidans

Aus dieser Erkenntnis wurde der Schluss gezogen, dass der Genuss von Rotwein trotz des für den menschlichen Organismus „giftigen“ Alkohols offenbar gesund ist. Dieser Effekt ergibt sich daraus, dass mäßige Alkoholmengen wie andere Stoffe auch von der Leber völlig schadlos abgebaut werden können. Durch die gefäßerweiternde Wirkung von Alkohol sinkt gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Des Weiteren enthält Rotwein OPC. Diese in Pflanzen natürlich auftretende Stoffe haben neueren Forschungen zufolge einen positiven Effekt auf das menschliche Herz- und Kreislaufsystem haben.

Jedoch ist zu folgendes zu berücksichtigen: Um dem menschlichen Körper mittels Rotwein die nötige Menge an Resveratrol zuzuführen, müssten pro Tag etwa 1000 Flaschen getrunken werden.